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MORITZ ETORENA

Aufgewachsen in Hamburg, zog Moritz Etorena im Alter von 15 Jahren nach Lateinamerika. Fast zwei Jahrzehnte lebte er auf unterschiedlichen Kontinenten, bevor er in seine Heimatstadt zurückkehrte. Zusammen mit seiner Freundin bildet Moritz das Kunstkollektiv Arima Tribe. Arima bedeutet „gefühlvoll“ auf Baskisch und die Verbindung zum „Tribe“ lässt sich auf Lauras indigene Wurzeln aus Uruguay zurückführen.

 

Moritz ist sich nicht ganz sicher, ob er die Kunst oder die Kunst ihn gefunden hat. „Als Kind hatte ich eine ziemlich harte Zeit, und die Kunst war für mich immer wie ein sicherer Hafen“, erzählt er. Mit 13 Jahren stand er auf alles, was mit Punk zu tun hatte und Rebellion gegen das System bedeutete. Und er hatte ein paar ältere Freunde, die bereits damals auf Hip-Hop standen. Irgendwann nahmen sie ihn mit an die Gleise, um zu malen. Seit diesem Moment sind seine tiefe Leidenschaft und Liebe für Graffiti geblieben. Durch die vielen Jahre im Ausland wurde er zudem von vielen Stilen, Kulturen und Kunstformen beeinflusst.

Kurz nachgefragt

 

Was wäre für dich ein wichtiges „Ziel“ für die Zukunft?
Ich halte alle Ziele, die durch die folgenden Maßnahmen erreicht werden können, für relevant – sowohl für mich als Individuum als auch für uns als Menschheit: achtsames Handeln, basierend auf radikalem Mitgefühl und der Hoffnung, dass eine bessere Welt möglich ist. Fake it till we make it! Bedingungslos hoffnungsvoll bleiben, wie in dem Film "Das Leben ist schön". Und schließlich das wichtigste Ziel ist, schonungslos ehrlich über die Wahrheiten nachzudenken, die zwischen unseren Ambitionen und Zielen stehen, um daraus die notwendigen Schritte abzuleiten.

 

Was könnte deiner Meinung nach „The Art of Movement“ sein?
Ich finde das Thema "Die Kunst der Bewegung" wunderbar, weil es auf so viele verschiedene Arten interpretiert werden kann und viele wichtige Themen und Perspektiven bietet. Die wichtigste Inter-pretation für mich persönlich ist, die großen Herausforderungen sozialer Bewegungen zu erkennen. Das eigene Ego beiseitezu-stellen und als Bewegung etwas zu schaffen, das andere mit einem Sinn für Machbarkeit abholen kann, ist für mich große Kunst.

Bitte vervollständige die folgenden Sätze:

Kunst bedeutet für mich… eine globale Sprache, die tief in unserer menschlichen DNA verwurzelt ist, um zu kommunizieren, wo Worte an ihre Grenzen stoßen. Auf der anderen Seite ist der Kunstmarkt das, womit man am besten durchkommt.

Mit meiner Kunst möchte ich… berühren und idealerweise genug Raum lassen, um die einzigartigen, innewohnenden Möglichkeiten in jedem Betrachter zu wecken.

 

Bewegung ist für mich… die Mutter der Evolution. Deshalb ist es so wichtig, sein Leben achtsam und voller Mut zu tanzen.

 

Ich bin bewegt von… allem, was Sinn schafft.

 

Wasser ist für mich… die Quelle aller Lebewesen. Es gehört niemandem und verbindet uns in seinem ewigen Kreislauf. Es mit Würde zu behandeln und zum Wohle von uns allen zu nutzen, bedeutet, uns selbst mit Würde zu behandeln.

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Für Moritz bedeutet seine Kunst einen sich ständig weiterentwickelnden Akt der Hingabe. „Ich will mir keine Corporate Identity aufzwingen, sondern den Gefühlen und Werten dienen, die ausgedrückt werden wollen“, betont er. „Ich möchte mir selbst und der Welt immer wieder neu begegnen und die richtige Sprache finden, um das auszudrücken, was mich berührt, und dabei hoffentlich Sinn schaffen.“ Wenn es eine Konstante zu entdecken gibt, dann ist es wohl seine Hingabe für Details und klare Konturen. Doch er bricht auch gern aus diesem Muster aus – wenn die Botschaft es verlangt. Am liebsten arbeitet er frei auf großen Flächen mit einer Sprühdose. Im Moment experimentiert der Künstler aber auch mit nachhaltigeren Lösungen. Außerdem hat er vor kurzem die Leinwand entdeckt und zeigt sich begeistert von den vielen neuen Möglichkeiten, die sich ihm eröffnen.

 

„Ich bin demütig und dankbar für so viele mutige und weise Menschen, die mich berühren und von denen ich lernen kann“, sagt Moritz mit Blick auf seine Inspirationen. Das reiche von großen Freiheitskämpfern, die ihn lehrten, niemals aufzugeben, bis hin zu einem kleinen Kind, das ihn wieder an die Magie des Anfängergeistes erinnere. „Diese Menschen inspirieren mich, mit den Gaben, die mir gegeben sind, einen Beitrag zu leisten.“ Und da sowohl Fußball als auch Kunst die Menschen über alle Grenzen hinweg verbinden und berühren, sieht er in 11 Walls
11 Goals
die Möglichkeit, einen Beitrag dazu zu leisten, dieses starke Potenzial zu nutzen. „Denn am Ende ist alles miteinander verbunden und jeder verdient das gleiche Mitgefühl.“

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